Liebevoll selbstständig schlafen lernen - Tipps von Maud Foolen, Kinderschlafcoach
Schlaf ist ein grundlegender Aspekt der Entwicklung und des Wohlbefindens von Kindern.
Heute teilen wir gern einen Blog von Maud Foolen von Slaapzachtmini, der einen wertvollen Blick auf das Schlafritual bietet. Maud gibt Eltern praktische Tipps und Einsichten dazu, wie sie ihr Kind liebevoll zur Selbstständigkeit im Schlafprozess begleiten können. Ihr Blog betont, wie wichtig eine gleichbleibende Schlafroutine, Nähe und Geduld sind, wenn man Kinder dabei unterstützt, selbstständig einzuschlafen. Auch wenn der Ansatz in Mauds Blog nicht vollständig mit der Sicht unserer Kindertagesstätten, Kideo, übereinstimmt, die stark darauf ausgerichtet ist, biologisch normale Schlafbedürfnisse zu fördern, bei denen Nähe und Flexibilität an erster Stelle stehen, finden wir es wertvoll, verschiedene Perspektiven zu erkunden.
Mauds Einsichten können Eltern inspirieren und zusätzliche Anhaltspunkte für eine gesunde Schlafroutine bieten. Wir laden dich ein, Mauds Blog zu lesen und die wertvollen Ratschläge zu entdecken, die sie zu bieten hat. Ihr Ansatz kann eine nützliche Ergänzung auf deiner eigenen Suche nach dem besten Weg sein, dein Kind im Schlafprozess zu unterstützen.
Lies weiter für Mauds vollständigen Blog und ihre fachkundigen Tipps.

Eine Frage, die du oft um dich herum hörst. „Wie bringe ich meinem Kind bei, selbstständig einzuschlafen?“Als Eltern wollen wir natürlich, dass unsere Kinder gut schlafen. Eine gute Nachtruhe ist wesentlich für die Entwicklung, das Wachstum und das Wohlbefinden unserer Kinder.
Trotzdem kann das Schlafen sowohl für unsere Kinder als auch für uns als Eltern manchmal eine Herausforderung sein. Es muss aber nicht schwierig sein; mit einer liebevollen undgeduldigen Begleitung kannst du deinem Kind helfen, ruhig und selbstständig einzuschlafen. In diesem Blogteile ich gern Tipps und Einsichten, die dich dabei unterstützen können.
Von Geburt an stehen Sicherheit und Nähe im Mittelpunkt. In den ersten Lebensmonaten ist dein Baby völlig auf deine Nähe und Fürsorge angewiesen. Babys haben noch kein Zeitgefühl und wissen nicht, was der Unterschied zwischen Tag und Nacht ist. Sie brauchen deshalb Regelmäßigkeit und Ruhe. Es ist wichtig, eine warme, sichere Umgebung zu schaffen, in der dein Baby sich geborgen fühlt. Das machst du so:
- Zum Beispiel ein festes Ritual vor dem Schlafengehen, etwa Umziehen, ein ruhiges Lied singen und kuscheln. Diese Vorhersehbarkeit gibt deinem Baby Halt.
- Haut-auf-Haut-Kontakt fördert nicht nur die Bindung zwischen dir und deinem Baby, sondern hilft auch, dein Kind zu beruhigen.
- Wiegen oder Pucken kann deinem Baby helfen, sich sicher und geborgen zu fühlen, wie in der Gebärmutter.
Es ist in dieser Phase normal, dass dein Baby Hilfe braucht, um einzuschlafen. Das ist ein Prozess, der mit Liebe und Geduld seinen Weg findet.
Eine Basis aus Vertrauen
Rund um vier bis sieben Monate beginnt dein Baby langsam die Fähigkeit zu entwickeln, selbstständig einzuschlafen. Das ist eine gute Zeit, um die Selbstständigkeit zu fördern, ohne dein Kind abrupt loszulassen:
- Sorge dafür, dass dein Baby immer öfter am selben Ort schläft. Das hilft beim Entwickeln positiver Schlafassoziationen.
- Fang damit an, dein Baby schläfrig, aber noch wach ins Bett zu legen. Bleib in der Nähe und tröste, wenn es nötig ist, aber versuche, dein Kind den Weg in den Schlaf selbst finden zu lassen.
- Bleib bei deiner Schlafroutine konsequent und gib deinem Kind Raum, sich an neue Gewohnheiten zu gewöhnen.
Sei geduldig und bleib in der Nähe. Ein liebevoller Ansatz hilft deinem Baby, Vertrauen in das Alleine-Einschlafen zu bekommen.

„Ich weiß wie kaum eine andere, wie es sein kann, wenn dein Kind weniger gut schläft. Durch körperliche Unruhe hat auch mein Sohn längere Zeit nicht gut geschlafen. Wisse, dass es gut wird. Wisse, dass du bei Freunden, bei der Familie, wo auch immer du dich wohlfühlst, um Hilfe bitten darfst.“
Die Welt entdecken
Ab etwa acht Monaten beginnt dein Kind, die Welt immer mehr zu entdecken. Das kann aufregend sein und manchmal zu Angst führen, vor allem wenn dein Kind ins Bett gelegt wird und dich nicht mehr sieht. Ein liebevoller Umgang bleibt dabei entscheidend:
- Lass dein Kind wissen, dass du immer da bist, auch wenn du nicht körperlich im Zimmer bist. Das kannst du tun, indem du sprichst oder leise singst.
- Halte das Zubettgeh-Ritual klar und konsequent, wenn du dein Kind ins Bett bringst. Das hilft deinem Kind zu verstehen, dass Schlafen ein normaler Teil des Tages ist.
- Indem du dein Kind in seinem eigenen natürlichen Rhythmus ins Bett bringst, schaffst du eine vorhersehbare Umgebung, in der es weiß, was kommt. Das kann beruhigend wirken.
Grenzen erkunden
Zwischen 1 und 2 Jahren erkunden Kinder ihre Grenzen und wollen ihren eigenen Willen durchsetzen. Das kann sich auf ihren Schlaf auswirken. Bleib geduldig und konsequent:
- Erkläre auf liebevolle Art, worum es geht, zum Beispiel dass es Zeit zum Schlafen ist und dass das wichtig für ihr Wachstum und ihre Energie ist.
- Halte am vertrauten Schlafritual fest. Das gibt deinem Kind Stabilität und Sicherheit.
- Ermutige dein Kind, selbst ins Bett zu gehen, zum Beispiel indem ihr zusammen ein Buch lest und du danach das Licht ausmachst und das Zimmer verlässt.
Fantasie, Ängste und Selbstständigkeit
Ab 2 Jahren kommst du in eine Phase, in der neue Herausforderungen auftauchen können, etwa Trennungsangst, nächtliche Ängste und eine wachsende Fantasie. Diese Ängste sind normal, können das selbstständige Einschlafen aber beeinflussen. Hier einige Tipps für den Umgang damit:
- Schaffe eine beruhigende Umgebung: Lass ein Nachtlicht an und sorge für ein Lieblingskuscheltier, das dein Kind trösten kann, wenn du nicht da bist.
- Sprich über Ängste: Nimm dir tagsüber Zeit, mit deinem Kind über mögliche Ängste zu sprechen. Beruhige es und biete einfache, liebevolle Lösungen an.
- Fördere die Selbstständigkeit: Lass dein Kind kleine Entscheidungen treffen, etwa welchen Schlafanzug es tragen möchte oder welches Buch vorgelesen wird. Das stärkt das Gefühl von Autonomie und hilft ihm zu glauben, dass es selbst ins Bett gehen kann.
Eine liebevolle Reise zur Selbstständigkeit
Selbstständig einzuschlafen zu lernen ist ein Prozess, der Zeit und Geduld braucht. Es ist wichtig, dein Kind mit Liebe, Verständnis und Beständigkeit zu begleiten. Jedes Kind ist einzigartig und folgt seinem eigenen Tempo, aber mit einem sanften Umgang wirst du sehen, dass dein Kind immer mehr Vertrauen in sich selbst und seine Umgebung bekommt.
Denk daran: Es dreht sich alles um Geborgenheit und Vertrauen. Indem du dein Kind wissen lässt, dass du immer da bist, auch wenn es lernt selbstständig zu sein, legst du eine starke Basis für gesunde Schlafgewohnheiten, die ein Leben lang halten.
Liebe und Ruhe sind die Schlüsselwörter auf dieser Reise. Hab Geduld, bleib konsequent und genieße die besonderen Momente, die du zusammen mit deinem Kind erlebst.