Feiertage und Kinderrhythmus? Unsere Schlafcoach Douina hat die besten Tipps!
Die Weihnachtstage stehen wieder vor der Tür! Das bringt natürlich viel Gemütlichkeit mit sich: Weihnachtsfrühstücke, -brunches, -essen und/oder Umtrünke. Ich gebe dir gerne ein paar praktische Tipps mit, die du in dieser unruhigen Zeit anwenden kannst.
Es ist völlig verständlich, dass Familienbesuche an den Feiertagen manchmal auch stressig sein können, vor allem wenn du ein kleines Kind hast.
Hier sind noch ein paar kreative Wege, um den Rhythmus deines Kindes zu achten und gleichzeitig flexibel zu bleiben:
1. Schläfchen einplanen: Versuche, die Schläfchen rund um die Besuche zu planen. Wenn du weißt, dass du zu einer bestimmten Zeit bei der Familie bist, sorge dafür, dass dein Kind kurz vor der Abfahrt noch ein Schläfchen macht. Wenn das nicht geht, nutze das Auto oder die Tragehilfe für einen kurzen Schlaf. Die Bewegung und die ruhige Umgebung helfen oft sehr.
2. Ruhige Plätzchen: Suche während des Besuchs nach ruhigen Plätzchen, an denen dein Kind kurz schlafen kann oder du in Ruhe füttern kannst. Das hilft, die Reize des Trubels zu verringern.
3. Flexibles Zubettgeh-Ritual: Auch wenn es wichtig ist, an Ritualen festzuhalten, kann eine flexible Herangehensweise helfen. Vielleicht nutzt du eine kürzere Fassung des Abendrituals, damit dein Kind schneller einschläft.
4. Kommunikation mit der Familie: Erkläre deiner Familie, dass dein Kind einen eigenen Rhythmus hat und dass es dir wichtig ist, dass dieser geachtet wird. Es hilft, das vorher klar anzusprechen, damit sich alle darauf einstellen können und Verständnis haben.
5. Alternativen für Gespräche: Wenn du merkst, dass Gespräche über die Schlaf- und Essgewohnheiten deines Kindes unangenehm werden, wechsle das Thema. Stelle Fragen zu anderen Interessen, etwa Urlaub, Hobbys oder Arbeit. So lenkst du den Fokus von deinem Kind weg.
6. Vergleiche vermeiden: Denk daran, dass jedes Kind einzigartig ist und dass es keinen „perfekten“ Weg gibt, ein Kind zu erziehen. Wenn du mit kritischen Bemerkungen konfrontiert wirst, bleib ruhig und betone, dass du zufrieden damit bist, wie es läuft.
7. Erwartungen an dein Kind: Hab keine zu hohen Erwartungen an dein Kind, zum Beispiel dass es während eines Essens die ganze Zeit am Tisch sitzen bleiben muss.
Denk daran, dass auch dein Kind versucht, sich an eine andere Situation anzupassen, und dass dabei manchmal Gefühle hochkommen: Wut, Traurigkeit, Schüchternheit, aufgedrehtes Verhalten oder das Austesten von Grenzen. Das alles ist ganz normal. Wenn du dafür Verständnis aufbringen kannst, wird es für dich und dein Kind leichter. So genießt die ganze Familie alle Feste mehr.
Hier sind ein paar Sätze, mit denen du unangenehme Gespräche beenden kannst:
- „Jeder erzieht auf seine eigene Art, und was bei uns funktioniert, ist gut so.“
- „Wir freuen uns über die Fortschritte, die unser Kind macht, und darauf kommt es an.“
- „Natürlich gibt es Herausforderungen, aber wir lernen jeden Tag dazu und genießen den Weg.“