Die Kraft des Stillens: Einblicke von Mikki-Michelle von Atelier Miks
22 mei 2024 · 6 min leestijd

Die Kraft des Stillens: Einblicke von Mikki-Michelle von Atelier Miks

Anlässlich der World Breastfeeding Week teilt Mikki-Michelle von Atelier Miks ihre wertvollen Einblicke rund ums Stillen.


Bei Kideo.store glauben wir daran, mehr zu bieten als nur Qualitätsprodukte. Wir möchten Eltern mit wertvollem Wissen und wertvollen Einblicken inspirieren und unterstützen. Deshalb widmen wir uns Themen, die das Elternsein bereichern. Diese Woche liegt der Fokus auf dem Stillen—angenehm, herausfordernd und voller Lernmomente.


Entdecke in Mikkis Blog, wie du dich gut vorbereiten kannst, welche Unterstützung und welches Wissen du brauchst und wie du das Meiste aus dieser besonderen Zeit holst. Mit ihren praktischen Tipps und ermutigenden Ratschlägen hilft Mikki dir, voller Vertrauen und Freude durch dein Stillabenteuer zu navigieren. Lass dich von Mikkis Fachwissen inspirieren und mach deine Stillzeit ein gutes Stück einfacher und angenehmer!

 

Mein Name ist Mikki-Michelle von Atelier Miks, und seit einem Monat ist mein Buch Voedvrouwen erschienen. Das Buch ist aus meiner eigenen intensiven Stillreise entstanden, und ich fand, es wurde Zeit, mehr Rückhalt für die Frau zu schaffen, die sich dafür entscheidet, ihr Mini mit ihrem eigenen Körper zu ernähren. Magic!! Zusammen mit 45 weiteren Frauen teile ich unsere intimen Erfahrungen. The bad AND good stories, denn zum Glück „klappt“ es oft genug.





Wie kann das sein? Warum „klappt“ es heutzutage immer seltener?


Meiner Meinung nach fängt das alles mit Wissen und Rückhalt an. Im Moment glaube ich, dass in beiden Bereichen noch viel Verbesserung möglich ist. Auf das Wochenbett bereiten wir uns oft weniger gut oder gar nicht vor, anders als auf die Geburt und auf all die Sachen, die wir für das Baby brauchen. 



Aber wie sieht es mit deinem vierten Trimester aus? Was sind deine Wünsche fürs Wochenbett?


Der beste Start ins Stillen ist, Wissen aufzubauen und Rückhalt um dich herum zu schaffen. Lies über die Wunder der Muttermilch, entdecke die Geschichten anderer Frauen in meinem Buch Voedvrouwen, sprich mit Freundinnen und finde heraus, warum Stillen für dich und dein Kind so wichtig ist. Sprich mit deinem Partner, mach zusammen einen Kurs, such dir eine gute Stillberaterin und stell schon vorab einen Stillplan für die Zeit nach der Geburt auf. Sorg dafür, dass auch dein Partner die Vorteile des Stillens kennt. Erzähl deinem Umfeld, dass die ersten Wochen im Zeichen des Stillens stehen, des einander Entdeckens und Kennenlernens. Wenn sie dazu Fragen haben, ist das ein guter Moment zu erzählen, warum du das möchtest, damit sie dich unterstützen und begleiten können. Such dir eine gute Wochenbettbetreuung oder Wochenbett-Doula mit viel Stillerfahrung und sorg dafür, dass du in aller Ruhe zusammen mit deinem Baby üben kannst. Du machst das genau wie dein Kleines zum ersten Mal, gib dir und ihm Zeit und Raum. Du bist zusammen mit deinem Baby dafür gemacht, du schaffst das wirklich. Und wisse: Oft „klappt“ es nicht gleich beim ersten Mal, so wie wir es bei etwas so Natürlichem vielleicht erwarten würden.


„Der beste Start ins Stillen ist, Wissen aufzubauen und Rückhalt um dich herum zu schaffen.“

Mikki-Michelle

Durch das Wissen, das du inzwischen aufgebaut hast, weißt du, dass es manchmal eine Weile dauern kann, bis du gemeinsam mit deinem Baby einen Rhythmus findest. Manche Teams brauchen dafür sechs Monate, geh also bloß nicht zu schnell in den Stressmodus. Gib dem Ganzen Zeit und sorg für das richtige Wissen um dich herum. Worauf du dich nicht vorbereiten kannst, genau wie bei der Geburt, ist das Gefühl, das Stillen dir gibt. Wenn dein Kleines gut andockt und deine Brust (Achtung: nicht deine Brustwarze, denn das kann oft unglaublich weh tun) gut stimuliert, fangen zwei Hormone an zu fließen. Diese Hormone heißen Prolaktin und Oxytocin und werden beide für die Bildung von Muttermilch gebraucht. Dein Prolaktinspiegel ist nachts am höchsten, und deshalb pumpst du als Vollzeit-Pumperin zu diesem Zeitpunkt oft mehr ab. Das Hormon Oxytocin sorgt für den Milchspendereflex, wie es so schön heißt. Es zieht die Muskeln rund um deine Milchdrüsen zusammen und schiebt die Milch so über die Milchgänge nach vorn. Das fühlt sich für jede Frau anders an, aber die meisten beschreiben es als eine Art Druck, ein stechendes oder prickelndes Gefühl, gefolgt von einer Entladung. Du kannst mehrere Milchspendereflexe pro Stillmahlzeit haben. Außerdem sorgt Oxytocin dafür, dass sich deine Gebärmutter zusammenzieht, was nach der Geburt sehr wichtig ist.


Wenn du mit deinem Baby als Team schon eine Weile im Stillabenteuer unterwegs bist, denkst du vielleicht schon an die Zeit, in der du wieder arbeiten gehst. Wie ist das mit Abpumpen, dem Recht auf Stillpausen, Milchtemperaturen usw.? Bis einschließlich neun Monate nach der Geburt hast du Anspruch auf bezahlte Abpumpzeiten. Deine Produktion stabilisiert sich rund sechs Monate nach der Geburt, und ab diesem Moment hält sie oft einiges aus. Dein Kind hat die Produktion vollständig reguliert und deine Brüste haben sich darauf eingestellt. Nach neun Monaten siehst du, dass die Stillmahlzeiten tagsüber manchmal schon etwas abnehmen und/oder abends oder nachts nachgeholt werden. Was du nach den neun Monaten tun könntest: in deinen Pausen abpumpen und eventuell mit deinem Arbeitgeber besprechen, ob du deine Pumpzeit später am Tag nachholen darfst. Lass dein Kind zu Hause trinken, wann immer es möchte, und wenn du wirklich das Gefühl hast, dass deine Produktion durch die neuen Umstände zurückgeht, kannst du immer einmal am Tag oder einmal alle zwei Tage powerpumpen. Dabei ahmst du eine Clusterfeeding-Phase nach, falls dein Kind das nicht von selbst aufgreift.


Muttermilch für die Kita, den Babysitter oder für Familientage, an denen du selbst arbeitest, kannst du ganz leicht im Wasserbad erwärmen, oder noch einfacher mit einem Flaschenwärmer, bei dem du die Temperatur einstellen kannst. Stell sie dabei nie höher als Körpertemperatur. Grundsätzlich kannst du sie auch lauwarm geben, das hängt eher von der Vorliebe deines Kindes ab.


Wenn du mit deinem Baby als Team schon eine Weile im Stillabenteuer unterwegs bist, denkst du vielleicht schon an die Zeit, in der du wieder arbeiten gehst. 




Wie ist das mit Abpumpen, dem Recht auf Stillpausen, Milchtemperaturen usw.? 




Bis einschließlich neun Monate nach der Geburt hast du Anspruch auf bezahlte Abpumpzeiten. Deine Produktion stabilisiert sich rund sechs Monate nach der Geburt, und ab diesem Moment hält sie oft einiges aus. Dein Kind hat die Produktion vollständig reguliert und deine Brüste haben sich darauf eingestellt. Nach neun Monaten siehst du, dass die Stillmahlzeiten tagsüber manchmal schon etwas abnehmen und/oder abends oder nachts nachgeholt werden. Was du nach den neun Monaten tun könntest: in deinen Pausen abpumpen und eventuell mit deinem Arbeitgeber besprechen, ob du deine Pumpzeit später am Tag nachholen darfst. Lass dein Kind zu Hause trinken, wann immer es möchte, und wenn du wirklich das Gefühl hast, dass deine Produktion durch die neuen Umstände zurückgeht, kannst du immer einmal am Tag oder einmal alle zwei Tage powerpumpen. Dabei ahmst du eine Clusterfeeding-Phase nach, falls dein Kind das nicht von selbst aufgreift.


Muttermilch für die Kita, den Babysitter oder für Familientage, an denen du selbst arbeitest, kannst du ganz leicht im Wasserbad erwärmen, oder noch einfacher mit einem Flaschenwärmer, bei dem du die Temperatur einstellen kannst. Stell sie dabei nie höher als Körpertemperatur. Grundsätzlich kannst du sie auch lauwarm geben, das hängt eher von der Vorliebe deines Kindes ab.


Keep up the good work, Muttergöttinnen! You rock!


Alles Liebe,
Mikki-Michelle



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